Weltbürger und Superstar der Fotografie – Helmut Newton
Helmut Newton wurde 1920 als Helmut Neustädter in Berlin geboren und starb 2004. Seine beispiellose Karriere startete er bereits mit 16 Jahren, als er für die berühmte Berliner Modefotografin Yva arbeitete.
1940 kam er nach Australien und diente 5 Jahre in der Armee, wurde 1946 sogar australischer Staatsbürger.
Schon 1956 unternahm er große Reisen quer durch Europa und erhielt in London einen Jahresvertrag mit der britischen „Vogue“, die er bald wieder verließ, um in Melbourne bei der australischen „Vogue“ unter Vertrag zu gehen. In den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts arbeitete er für den Playboy und brach mit seinen Aufnahmen geltende Tabus. Seine erste wichtige Fotoausstellung hatte er 1975 in Paris.
Fotografie von Helmut Newton ist Kunst. Sie dreht sich um die Themen Akt und Mode, zeigt aber auch eindringliche Portraits. Häufig sind Menschen zu sehen, die wirken, als fühlten sie sich völlig unbeobachtet.
Seine Bilder sind weder voyeuristisch noch sensationslüstern und revolutionierten die Mode-Fotografie. Immer wieder musste sich Newton den Vorwurf gefallen lassen, sexistisch zu sein. Stets erwiderte er darauf, im Herzen sei er Feminist.
Newtons Fotografien besitzen eine ungewöhnliche Anziehungskraft und für ihre Zeit völlig neue Perspektiven.
Als einer der außergewöhnlichsten Fotografen wurde Newton mit zahlreichen Auszeichnungen geehrt, darunter dem Bundesverdienstkreuz, dem französischen Nationalpreis für Fotografie und dem World Image Award.
Seine Fotografien sind in zahlreichen Publikationen veröffentlicht. Unter anderem 1981 im Bildband „Big Nudes – 47 Nudes“ Paris: Éditions du Regard, 1984 in New York bei Xavier Moreau im Band „World Without Men“.
Weltweit werden ihm zu Ehren auch heute noch Ausstellungen gestaltet.